

VfB
12. Dez. 2025
Der VfB 03 Hilden hat das letzte Hinrundenspiel der Oberliga Niederrhein mit 0:1 gegen den SC St. Tönis verloren.
Damit rutscht die Mannschaft vorerst auf den fünften Tabellenplatz ab – einige Teams spielen am Wochenende noch und zwei davon könnten vorbeiziehen. Für den VfB geht es nun in die Winterpause, ehe am 30. Januar 2026 das nächste Pflichtspiel bei Ratingen 04/19 ansteht.
Hilden startete aktiv in die Partie und erarbeitete sich früh die erste Ecke. Auch in der eigenen Hälfte blieb die Mannschaft ruhig und suchte immer wieder den schnellen Weg nach vorne, wurde jedoch beim nächsten Angriff zurückgepfiffen. In der 3. Minute wurde es erstmals gefährlich, doch ein klarer Torabschluss blieb aus.Kurz darauf wurde es in der eigenen Hälfte hektisch, als St. Tönis einmal früh anlief – der VfB löste die Situation jedoch spielerisch. Die erste Offensivaktion der Gäste folgte in der 6. Minute, blieb aber ohne Abschluss. In der 12. Minute setzte Lukas Lier nach einem Zuspiel von Mohamed Cisse einen Schuss knapp neben das Tor – die bisher beste Gelegenheit.
Hilden blieb gefährlich: Ein Schuss aus der Distanz von Pascal Weber wurde von einem Gegenspieler gerade noch abgefälscht, sodass der Torwart eingreifen konnte. Weitere Abschlüsse der Hausherren blieben ohne Erfolg. Defensiv war Hilden ebenfalls gefordert: Nach einer Ecke klärte Phil Zimmermann aufmerksam, ehe St. Tönis den Nachschuss verzog. Die Partie blieb intensiv – St. Tönis kam zu mehreren Abschlüssen, doch Yannic Lenze war stets zur Stelle. Vor der Pause hatte Hilden noch zwei gute Szenen, doch weder der Distanzschuss noch ein Freistoß führten zum Tor.
Auch die zweite Hälfte begann mit Druck der Gäste: Ein gefährlicher Abschluss wurde von Nick Sangl stark geklärt. Im direkten Gegenzug eroberte Hilden den Ball, verlor ihn aber schnell wieder. Beide Teams neutralisierten sich nun mehr und mehr, dennoch blieb es ein Spiel mit offenem Visier. St. Tönis kam nach einer Ecke zu einer Kopfballchance, die jedoch über das Tor ging. Auf der anderen Seite fehlten Hilden oft nur wenige Zentimeter: Zunächst ein langer Ball auf Etienne Feese, kurz danach griff Lukas Lier ein, als der gegnerische Torwart außerhalb des Strafraums in die Hildener Hälfte schießen wollte und brachte den Ball knapp neben das Tor der Gäste – allesamt Szenen, die knapp am möglichen Treffer vorbeigingen.
Der VfB wurde in der 63. Minute brandgefährlich, als Nick Sangl auf der Außenbahn mehrere Gegenspieler stehen ließ und den Ball scharf vors Tor brachte. Der Torwart verpasste den Ball, Emmanuel Yeboah stieg am zweiten Pfosten hoch – sein Kopfball strich hauchdünn an die Latte. St. Tönis wurde dabei immer wieder über Standards gefährlich, sowohl Dominik Rodrigues Figueiredo als auch Roman Wakily klärten gefährliche Bälle der Gäste und auch Yannic Lenze parierte weitere Abschlüsse souverän.
Offensiv versuchte Hilden viel: Pascal Weber setzte zwei Distanzschüsse knapp neben das Tor, Cisse fehlten nur Zentimeter , und weitere Angriffe wurden kurz vor dem Strafraum abgefangen. In der 83. Minute fiel dann das bittere Gegentor: Ein Angriff der Gäste wurde zunächst abgewehrt, doch im Nachsetzen kam ein St. Töniser Spieler frei zum Schuss und traf zum 0:1.
Der VfB antwortete mit großem Druck: Mehrere Versuche, darunter Chancen durch Azad Sari, Yeboah und Cisse, brachten das Tor zum Wackeln, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Auch mehrere späte Ecken führten nicht zum Ausgleich. Am Ende musste sich Hilden trotz vieler guter Gelegenheiten mit 0:1 geschlagen geben.
Nach dem Spiel fand Trainer Tim Schneider klare Worte:
„Ich habe heute ein Spiel gesehen, das eigentlich ein Unentschieden verdient hätte, glaube ich. Beide Mannschaften haben sich gut neutralisiert. Meiner Meinung nach haben wir deutlich mehr fürs Spiel getan, hatten auch die klareren, damit hundertprozentigeren Chancen. Machen wir halt nicht rein. Dann gibt es so einen Sonntagsschuss, der trotzdem – wo ich sage – zu verteidigen ist. Da sind wir wieder einfach nicht gut in der Zuteilung, kriegen es zum, weiß ich nicht, hundertsten Mal nicht auf die Kette, da richtig durchzuschieben und dann auch den jeweiligen Mitspieler so weit vorzuschieben, dass derjenige, der jetzt am Ende das Tor macht, eben nicht frei zum Schuss kommen kann. Aber das müssen die Jungs dann eben lernen. Das tut halt weh, so wie heute.“
Jetzt geht es für die Mannschaft in die Winterpause, bevor am 30. Januar das Auswärtsspiel bei Ratingen 04/19 den Start in die Rückrunde einleitet.