

VfB
27. Aug. 2026
Der VfB 03 Hilden steht in der nächsten Runde des Niederrheinpokals.
Beim Bezirksligisten SpVg Odenkirchen mussten die Hildener allerdings lange um das Weiterkommen kämpfen. Erst in der Verlängerung sorgte Arton Tolaj per Kopf für den entscheidenden Treffer zum 2:1. Damit löste der VfB seine Pflichtaufgabe, auch wenn dafür mehr Geduld nötig war als erhofft.
Nach einem frühen Angriff der Gastgeber übernahm Hilden zunehmend den Ballbesitz und verlagerte das Spiel in die Odenkirchener Hälfte. Die ganz großen Möglichkeiten blieben zunächst jedoch aus. Nach rund 20 Minuten wurde der VfB gefährlicher: Nick Sangl spielte Mohamed Cisse vor dem Tor an, dessen Versuch vom Torhüter gestoppt wurde. Bei der anschließenden Ecke kam Linus Ansumana per Kopf zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor. Auch Etienne Feese versuchte es aus der Distanz und verfehlte das Tor knapp. Auf der Gegenseite bot sich Odenkirchen eine große Möglichkeit, bei der Jens Born weit aus seinem Tor kam und zunächst abwehrte. Auch der Nachschuss brachte den Gastgebern aber nicht die Führung.
Cheftrainer Antonio Molina sah vor allem im Offensivspiel noch Luft nach oben: „Wir haben in der ersten Halbzeit echt Probleme gehabt, uns Torchancen auszuspielen. Der Gegner hat’s auch toll gemacht. In der zweiten Halbzeit, denke ich, haben wir sehr, sehr viel liegen lassen. In der Verlängerung ebenfalls.“
Nach der Pause erhöhte Hilden den Druck. Armin Deljkovic prüfte den gegnerischen Torhüter aus der Distanz, Nick Sangl traf nach einer Ecke von der Seite das obere Tornetz und ein Abschluss von Harumi Goto aus dem Torraum wurde abgewehrt. In der 63. Minute fiel schließlich das 1:0: Phil Zimmermann zog aus rund 25 Metern ab und brachte den Ball an den Gegenspielern vorbei im Tor unter.
Die Führung hielt jedoch nicht bis zum Ende. Nach einem Freistoß der Gastgeber in der 72. Minute kam der Ball von der Seite vor das Hildener Tor und Odenkirchen traf zum 1:1. Der VfB suchte anschließend weiter die Entscheidung, traf unter anderem den Pfosten und kam durch Arton Tolaj sowie nach mehreren Ecken zu weiteren Möglichkeiten. Ein zweiter Treffer gelang in der regulären Spielzeit aber nicht.
Damit ging es gegen den Bezirksligisten in die Verlängerung. Auch dort bestimmte Hilden über weite Strecken das Geschehen und erspielte sich zahlreiche Chancen. Georgios Touloupis scheiterte am Torhüter, später wurde ein Hildener Abschluss kurz vor der Linie von einem Gegenspieler abgewehrt. Odenkirchen kam dagegen nur selten gefährlich nach vorne. Als ein Freistoß in den Hildener Strafraum gelangte, klärte zunächst Linus Ansumana per Kopf, ehe Armin Deljkovic die Situation endgültig bereinigte.
Die Erlösung folgte schließlich in der zweiten Hälfte der Verlängerung: Nach einer Hildener Ecke war Arton Tolaj zur Stelle und köpfte den Ball zum 2:1 ins Tor. Odenkirchen versuchte anschließend noch einmal alles, doch die Hildener Defensive brachte die Führung über die Zeit.
„Ich kann auch gar keinen Vorwurf machen an unsere Mannschaft, weil wir einfach alles versucht haben. Und uns, wie gesagt, auch sehr, sehr viele Einschussmöglichkeiten herausgespielt haben. Der Ball wollte einfach nicht rein“, erklärte Antonio Molina nach der Partie. Sein Fazit fiel entsprechend pragmatisch aus: „Wir müssen einfach das Positive daraus ziehen und sagen, wir sind weitergekommen, hätten wir uns natürlich gerne in der regulären Spielzeit gewünscht, aber das ist ja Wunschkonzert.“
Unter dem Strich steht damit vor allem das Erreichen der nächsten Pokalrunde. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem VfB ohnehin nicht: Bereits am Samstag wartet das nächste Regionalliga-Highlight. Um 14:00 Uhr ist Borussia Dortmund II am Bandsbusch zu Gast. Nach dem Pokalabend richtet sich der Blick damit direkt wieder auf die Liga – und auf ein Heimspiel, bei dem sich die Mannschaft über zahlreiche Unterstützung von den Rängen freut.