

VfB
26. Apr. 2026
Hilden dreht die Partie zwischenzeitlich, verliert aber in der Schlussphase wichtige Punkte im Aufstiegsrennen
Der VfB 03 Hilden hat im Heimspiel gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen eine bittere Niederlage hinnehmen müssen und verpasst damit die große Chance, die Tabellenführung in der Oberliga Niederrhein zu übernehmen. Nach der Niederlage in der Vorwoche war der VfB als Tabellenzweiter in die Partie gegangen und hätte – bei eigenem Sieg und der Niederlage von Ratingen 04/19 gegen den KFC Uerdingen – an die Spitze springen können. Während Uerdingen seine Aufgabe erfüllte, blieb Hilden beim 2:4 ohne Punkte und rutscht damit auf Rang drei ab, punktgleich mit Uerdingen und einen Zähler hinter Ratingen.
Die Hildener starteten engagiert und waren zunächst häufig in der Hälfte der Gäste unterwegs, ohne jedoch zu klaren Abschlüssen zu kommen. Der ETB zeigte sich hingegen effizient und nutzte seine erste echte Gelegenheit in der 10. Minute zur 0:1-Führung. In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen, in dem der VfB immer wieder nach vorne arbeitete, während die Defensive um Fabian Zur Linden und Yannic Lenze wichtige Situationen klärte. Kurz vor der Pause gelang dann der verdiente Ausgleich: Etienne Feese bekam den Ball im Strafraum und traf aus rund 15 Metern zum 1:1 (44.).
Nach dem Seitenwechsel übernahm Hilden zunehmend die Kontrolle und setzte den ETB phasenweise stark unter Druck. Mehrere gute Möglichkeiten blieben zunächst ungenutzt, doch in der 65. Minute belohnte sich der VfB: Etienne Feese setzte sich im Strafraum durch und erzielte mit seinem zweiten Treffer des Tages die 2:1-Führung. In dieser Phase schien das Spiel zugunsten der Gastgeber zu kippen, die immer wieder gefährlich vor das Tor kamen.
In der Schlussphase drehte sich die Partie jedoch erneut. In der 84. Minute gelang dem ETB nach einem langen Freistoß per Kopf der Ausgleich zum 2:2. Hilden suchte direkt die Antwort, doch eine große Chance durch Mohamed Cisse blieb ungenutzt. Stattdessen nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten konsequent und trafen in der 90. Minute zum 2:3 sowie in der Nachspielzeit (90.+7) zum 2:4-Endstand.
Trainer Tim Schneider ordnete die Partie nach Abpfiff ein: „Auch wenns jetzt nach einer Niederlage blöd klingt, man muss dann eben auch mal sehen, dass die Liga auch sehr eng ist und dann möchte ich auch nochmal das sagen, was ich im Vorfeld gesagt hab: Wir müssen auf das schauen was wir geschafft haben, zehn Siege in Serie haben wir geschafft. Also dass das jetzt vielleicht nicht so weitergeht war auch irgendwo mit eingerechnet, aber trotzdem möchte ich das Hochhängen was die Jungs bisher diese Saison geleistet haben.“
Trotz der Niederlage bleibt der VfB mitten im engen Aufstiegsrennen. In den kommenden Spielen gilt es nun, die gezeigten Leistungen wieder in Punkte umzumünzen und weiter Druck auf die Konkurrenz auszuüben.