

VfB
3. Okt. 2026
Was für ein Finish am Bandsbusch! Der VfB 03 Hilden hat am 11. Spieltag der Regionalliga West den SV Bergisch Gladbach mit 4:2 geschlagen und damit drei ganz wichtige Punkte eingefahren.
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge belohnte sich die Mannschaft für ihren großen Einsatz und sorgte mit zwei Treffern in der Schlussphase für einen Heimsieg, der lange auf der Kippe stand.
Hilden kam gut in die Partie und hielt sich früh in der Hälfte der Gäste auf, ohne zunächst zu einem eigenen Abschluss zu kommen. Auf der anderen Seite war Yannic Lenze bereits in den ersten Minuten gefordert und verhinderte mit einer wichtigen Parade die mögliche Führung der Gäste. Der VfB wurde anschließend gefährlicher: Ein Freistoß führte zum ersten Abschluss, den der Torwart abwehren konnte. Auch den Nachschuss von Venhar Ismailji hielt der Keeper.
In der 14. Minute fiel dann die verdiente Führung. Mit einer Ecke, die Armin Deljkovic gefährlich vor das Tor brachte. Vor dem Getümmel stand Phil Zimmermann, der sich trotz zweier Gegenspieler im Rücken durchsetzte und den Ball per Kopf zum 1:0 ins Tor beförderte.
Der VfB blieb dran und legte nur sechs Minuten später nach. Pascal Weber störte einen Angriff der Gäste an der Mittellinie, anschließend kombinierte sich Hilden mit mehreren Pässen nach vorne. Etienne Feese legte den Ball per Hacke direkt zu Armin Deljkovic, der sich anschließend durchsetzte, an drei Gegenspielern vorbeiging und sogar eine Grätsche überstand. Im richtigen Moment legte er quer auf Venhar Ismailji, der den Ball zum 2:0 ins Tor schoss.
Die Gäste antworteten allerdings schnell und verkürzten nach einer Ecke in der 22. Minute auf 2:1. Hilden blieb dennoch offensiv aktiv. Nach einem Freistoß kam der VfB zu einem Kopfball neben das Tor, Venhar Ismailji setzte sich auf der Außenbahn gegen mehrere Gegenspieler durch und schoss aus rund 20 Metern knapp über das Tor. Auch Mohamed Cisse kam nach einem Freistoß zu einer guten Möglichkeit, scheiterte aber am Torwart.
Wenig später setzte Arton Tolaj Etienne Feese mit einem Pass in Szene, dessen Kopfball in der 35. Minute ebenfalls nicht zum Torerfolg führte. Der VfB zeigte bis dahin einige gute Angriffe und blieb gefährlich.
Auch in der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde es vor beiden Toren noch einmal hektisch. Mehrere Standardsituationen mussten von den Defensivreihen geklärt werden. Hilden hatte weitere Möglichkeiten, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Stattdessen schlug Bergisch Gladbach in der Nachspielzeit zu und erzielte in der 45.+2 Minute den 2:2-Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste zunächst etwas stärker auf und spielten häufiger in der Hildener Hälfte. Mehrere Abschlüsse konnten von der VfB-Defensive abgeblockt werden, Yannic Lenze war ebenfalls wieder zur Stelle. Hilden setzte aber immer wieder eigene Nadelstiche. Arton Tolaj trieb den Ball über das gesamte Feld und fand Mohamed Cisse, der Angriff führte jedoch nicht zum Abschluss. Auch Tyler Nkamanyi sorgte mit einem Lauf nach vorne für Gefahr und zwang den Torwart zu einer Parade. Kurz darauf wurde auch ein weiterer Versuch von ihm abgewehrt.
Je länger die Partie dauerte, desto ausgeglichener wurde das Spiel wieder. Bergisch Gladbach kam zwar immer wieder in Richtung Hildener Tor, doch die VfB-Abwehr verhinderte viele Angriffe bereits früh. Auf der anderen Seite blieb Hilden selbst gefährlich, unter anderem über Venhar Ismailji und Tyler Nkamanyi. Ein weiterer Abschluss der Gäste konnte von Yannic Lenze gehalten werden.
Dann kam die 82. Minute – und der Moment für Shadrak Dombe. Arton Tolaj spielte den Ball von der Seitenlinie zu Dombe, der bei der Annahme zunächst noch einen Gegenspieler vor sich hatte. Doch der Hildener setzte sich durch und schoss von der Seite des Strafraums ins lange Eck. Der Ball flog an den Gegenspielern und am Torwart vorbei zum 3:2 ins Netz. Für Dombe war es das erste Regionalliga-Tor – und ein ganz besonderer Moment: „Einfach ein unfassbar geiles Gefühl, ich hab nicht so viel Spielzeit bekommen bisher, war meine erste richtige Chance und da dachte ich mir einfach, die Chance muss ich nutzen. Habe Glück gehabt und dann das 3:2 gemacht. Mega geiles Gefühl, das kann ich gar nicht in Worte fassen.“
Plötzlich führte der VfB kurz vor Schluss wieder. Und Hilden setzte sogar noch einen drauf. In der 88. Minute wurde ein ein langer Ball aus der Hälfte der Gäste nach vorne gepasst, Etienne Feese war gut positioniert und bekam den Ball direkt. Mit einem hohen Schuss über den weit vor seinem Tor stehenden Torwart hinweg traf Feese zum 4:2.
Bergisch Gladbach warf anschließend noch einmal alles nach vorne und sorgte für hektische Szenen vor dem Hildener Tor. Doch der VfB verteidigte die Führung und brachte den wichtigen Heimsieg über die Zeit. Trainer Philipp Schütz zeigte sich anschließend vor allem mit dem Einsatz seiner Mannschaft zufrieden: „Ich denke wir haben heute das erwartet schwere Spiel gegen Bergisch Gladbach gesehen. In meinen Augen sind wir eigentlich recht gut in die erste Halbzeit gekommen, haben glaube ich in der ersten Halbzeit auch nicht viel zugelassen. Ja gehen dann auch verdient - in meinen Augen - in Führung mit dem 1:0 und dann auch mit dem 2:0 durch Venhar. In der Halbzeit stellen wir uns dann so ein bisschen die Frage, wie wir uns ohne mehr oder weniger zugelassenen Torabschluss zwei Tore fangen konnten. Kommt dann natürlich zum denkbar schlechten Zeitpunkt das 2:2. Haben uns dann aber in der Kabine recht gut berappelt.“
Und der Trainer hob auch die Reaktion nach dem Rückschlag hervor: „Haben da auch, wie der Trainerkollege schon sagte, in der ein oder anderen Situation ein bisschen Glück gehabt, auch mit dem Pfostenschuss. Sind aber weiter dran geblieben und da muss man den Jungs echt ein Lob aussprechen. Wir haben alle alles gegeben, alles rein geworfen, grade vor allem nach den letzten beiden Wochen, wo wir in unseren Augen auch gute Spiele gemacht haben und am Ende leider mit keinem Ertrag raus gegangen sind. Haben wir uns das heute glaube ich über die 90 Minuten einfach erkämpft und erarbeitet.“
Mit dem 4:2 holt der VfB damit drei wichtige Punkte am Bandsbusch und kann mit einem Erfolgserlebnis in die nächste Aufgabe gehen. Nach dem kommenden Auswärtsspiel gegen Westfalia Rhynern wartet bereits die nächste englische Woche auf die Hildener. Am 14.10 geht es für den Niederrheinpokal nach Uerdingen, ehe am 17.10 das nächste Auswärtsspiel gegen den Bonner SC ansteht.