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Last-Minute-Jubel vor 1.500 Zuschauern: VfB bleibt Tabellenführer

VfB Hilden

31. Mai 2026

Siegtreffer in der Nachspielzeit hält den Traum von der Regionalliga am Leben

Vor ausverkauftem Haus und einer beeindruckenden Kulisse von 1.500 Zuschauern hat der VfB 03 Hilden am 33. Spieltag einen enorm wichtigen Heimsieg gegen den 1. FC Monheim gefeiert. Durch den späten Erfolg bleibt der VfB an der Tabellenspitze der Oberliga Niederrhein. Da auch Verfolger Ratingen 04/19 sein Spiel gewinnen konnte, fällt die Entscheidung um Meisterschaft und Aufstieg erst am letzten Spieltag. Dann gastiert der VfB beim SC St. Tönis.


Bereits vor dem Anpfiff stand der Tag ganz im Zeichen besonderer Emotionen. Mit Cheftrainer Tim Schneider, der den Verein unter anderem sechs Jahre lang als Trainer der Oberliga-Mannschaft prägte, sowie Kapitän Fabian Zur Linden, der nach insgesamt 13 Oberliga-Spielzeiten im VfB-Trikot verabschiedet wurde, verabschiedete der Verein zwei prägende Persönlichkeiten. Die große Kulisse an der Hoffeldstraße sorgte dabei für einen würdigen Rahmen.


Auf dem Platz entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Der VfB hatte zwar etwas mehr Ballbesitz und hielt sich häufiger in der gegnerischen Hälfte auf, doch die Gäste aus Monheim verteidigten kompakt und setzten selbst immer wieder Nadelstiche. Bereits in der Anfangsphase musste die Hildener Defensive mehrfach aufmerksam sein. Besonders Maximilian Wagener entschärfte eine Monheimer Ecke sowie einen weiteren gefährlichen Angriff direkt im Anschluss. Wenig später verhinderte Fabian Zur Linden mit einer wichtigen Abwehraktion eine aussichtsreiche Situation der Gäste. Auf der anderen Seite kam der VfB zu ersten Chancen, doch entweder war der Torhüter zur Stelle oder die Abschlüsse fanden ihr Ziel nicht.


Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung umkämpft. Pascal Weber prüfte den Monheimer Schlussmann direkt nach Wiederanpfiff, während die Gäste mit mehreren Angriffen ebenfalls ihre Gefährlichkeit unter Beweis stellten. Die Hildener Defensive um Phil Zimmermann, Fabian Zur Linden, Maximilian Wagener und Schlussmann Yannic Lenze arbeitete jedoch konzentriert und ließ kaum klare Möglichkeiten zu.


Trainer Tim Schneider lobte diesen Auftritt später ausdrücklich: „Da muss ich der Mannschaft heute auch ein riesen Kompliment machen, dass sie halt in der Restverteidigung brutal gut war. Das sie nicht irgendwie die schnellen Spitzen die Kameron Blaise oder auch Aleksandar Bojkovski da in Situationen gebracht haben grad in der ersten Halbzeit wo es noch enger war.“


Je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde der Druck auf die Hildener. Ein Strafstoß konnte zunächst nicht zur Führung genutzt werden, später sorgte eine zurückgenommene Elfmeterentscheidung für hitzige Diskussionen auf und neben dem Platz. Dennoch war dem VfB der Wille anzumerken, die Partie unbedingt für sich entscheiden zu wollen. Immer wieder rollten Angriffe auf das Monheimer Tor zu, einige Großchancen blieben jedoch zunächst ungenutzt.


Als die Partie bereits auf ein torloses Remis zuzusteuern schien, fiel schließlich doch noch die Entscheidung in der Nachspielzeit. In der 90.+4 Minute legte Mohamed Cisse den Ball an der Strafraumgrenze auf den anlaufenden Nick Sangl ab, der direkt den Abschluss suchte. Der Monheimer Torhüter konnte den Schuss zunächst noch parieren, ließ den Ball jedoch nach vorne abprallen. Phil Zimmermann reagierte im Torraum am schnellsten, hielt den Ball im Spiel und legte quer auf Etienne Feese. Gegen den nach dem ersten Abschluss noch am Boden liegenden Schlussmann hatte der Hildener Torjäger keine Mühe mehr und schob zum umjubelten 1:0 ein. Der VfB belohnte sich damit für seinen enormen Aufwand und ließ die Hoffeldstraße explodieren.


Entsprechend zufrieden zeigte sich Tim Schneider nach dem Schlusspfiff: „Ich glaube wir haben heute einen Mentalitätssieg gesehen. Irgendwann war klar, dass wir gewinnen müssen und ab dem Moment war auch alles nach vorne. Wir haben dann irgendwann auch die Mittelstürmerposition glaube ich dreifach besetzt extra, einfach um immer wieder möglichst mit hohen Wellen oder Wellen von außen dann am Ende in der zentralen Position genug Leute zu haben, die vielleicht irgendwo am zweiten Ball da sind.“


Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen. Der VfB verteidigte die Tabellenführung und reist nun als Spitzenreiter zum letzten Saisonspiel nach St. Tönis. Dort entscheidet sich, ob die Mannschaft ihren Traum von der Regionalliga West tatsächlich verwirklichen kann. Für die Auswärtsfahrt setzt der Verein einen Fanbus ein. Die Kosten betragen 19 Euro. Anmeldungen sind per E-Mail an marketing@vfb-hilden.de oder direkt in der Vereinscafeteria möglich.


Zum Abschluss fand Tim Schneider noch einmal passende Worte für einen Abend, der sportlich wie emotional lange in Erinnerung bleiben wird: „Es war eine ganz ganz große Willensleistung, es war vielleicht nicht immer der schönste Fußball aber es war kämpferisch geiler Fußball und es fühlt sich einfach gut an heute 3 Punkte geholt zu haben auch dank der tollen Stimmung und dafür sage ich Danke.“

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