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Chancen da, Punkte bleiben aus: VfB unterliegt Rot-Weiß Oberhausen mit 0:3

VfB

6. Sept. 2026

Der VfB 03 Hilden hat im dritten Heimspiel der Regionalliga-West-Saison keine Punkte holen können.

Gegen den erfahrenen Traditionsverein Rot-Weiß Oberhausen unterlagen die Hildener am siebten Spieltag mit 0:3. Vor einer starken Kulisse von 1.800 Zuschauern am Bandsbusch zeigte der VfB trotz der über weite Strecken eine engagierte Leistung und erspielte sich eigene Chancen, während Oberhausen seine Möglichkeiten konsequenter nutzte.


Von Beginn an entwickelte sich am Bandsbusch eine offene Partie. Oberhausen suchte früh den Weg nach vorne, doch die Hildener Defensive konnte die ersten Aktionen entschärfen. Auf der anderen Seite kam auch der VfB früh in die gegnerische Hälfte. Mohamed Cisse sorgte mit einem Angriff für die erste Hildener Annäherung, ehe sich die Gastgeber anschließend über längere Ballbesitzphasen in der Hälfte der Oberhausener festsetzen konnten. Zwei frühe Ecken brachten jedoch noch keinen Torerfolg.


Auch Torhüter Leon Feher, der sein erstes Regionalliga-Spiel absolvierte, konnte sich direkt mehrfach auszeichnen. Gegen erste Oberhausener Abschlüsse blieb der VfB-Keeper aufmerksam und zeigte im weiteren Spielverlauf mehrere wichtige Paraden. Der VfB hielt die Partie zunächst offen und kam selbst zu guten Möglichkeiten. Nach einem Freistoß setzte Pascal Weber zum Abschluss an, doch der Oberhausener Torwart konnte zunächst parieren. Auch der anschließende Nachschuss führte nicht zum Führungstreffer.


Stattdessen schlug Oberhausen in der 29. Minute zu und ging mit 1:0 in Führung. Nur drei Minuten später folgte der zweite Treffer für die Gäste. Der Doppelschlag stellte den Spielverlauf auf den Kopf und brachte den VfB in eine schwierige Ausgangslage. Dennoch versuchte Hilden weiter, eigene Akzente zu setzen, während Feher auf der anderen Seite mit weiteren sicheren Aktionen einen höheren Rückstand zunächst verhinderte.


Cheftrainer Antonio Molina sah vor allem die vergebenen Möglichkeiten seiner Mannschaft als entscheidenden Punkt: „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei dicke Torchancen liegen gelassen. Da ist der Mo, der freistehend vorm Torwart steht, wir haben uns nochmal ein Video angeguckt. Ich glaube, letzte Saison hätte er den reingemacht, momentan ist es ein bisschen schwierig, vielleicht auch wegen dem Untergrund, keine Ahnung.“


Auch nach der Pause gab sich der VfB nicht auf. Arton Tolaj setzte sich mehrfach in Richtung Oberhausener Tor in Bewegung, wurde jedoch vor dem Abschluss gestoppt. Einen besonderen Moment gab es zudem für Ilhan Altuntas, der nach seinem Wechsel sein erstes Spiel für den VfB absolvierte. Bei einem Oberhausener Angriff arbeitete er mit nach hinten und klärte mit einer wichtigen Grätsche.


Hilden blieb bemüht und kam über Freistöße und Standardsituationen immer wieder in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Ein direkter Freistoß von Armin Deljkovic ging knapp über das Tor. Nach zwei weiteren Ecken entstand viel Bewegung im Oberhausener Strafraum, doch auch mehrere Nachschüsse fanden keinen Weg durch die Defensive der Gäste. Oberhausen verteidigte insgesamt konsequent und ließ die Hildener trotz zunehmendem Druck nicht mehr entscheidend zum Abschluss kommen.


In der 80. Minute sorgte Rot-Weiß Oberhausen schließlich für die Entscheidung. Nachdem Len Heinson zunächst noch eine Aktion verteidigen konnte, fiel wenig später das 0:3. Der VfB versuchte anschließend weiter, nach vorne zu spielen, doch ein Treffer blieb den Gastgebern an diesem Nachmittag verwehrt.


„Dann ist es natürlich so, wenn du die Tore nicht machst, dann fällt es natürlich unheimlich schwer, natürlich auch gegen so eine Spitzenmannschaft wie Rot-Weiß Oberhausen da natürlich auch Paroli bieten zu können. Dann in der zweiten Halbzeit sind wir eigentlich auch ganz gut rausgekommen, haben so gefühlt, kann natürlich auch daran gelegen haben, dass Rot-Weiß Oberhausen nochmal ein bisschen rausgenommen hat vom Gaspedal, das Spiel mehr oder weniger auch ja im Griff ist ein bisschen übertrieben. Aber wir haben mit unseren Mitteln alles versucht, nochmal einen Anschluss zu finden. Weil es ist im Fußball immer das Gleiche: Findest du irgendwann einen Anschluss, dann kann es nochmal heiß hergehen, auch wenn der Gegner natürlich ein sehr guter Gegner ist“, erklärte Molina nach dem Spiel.


Der Qualitätsunterschied zum langjährigen Regionalligisten war an einigen Stellen sichtbar, doch der VfB zeigte erneut Einsatz und Kampfbereitschaft. Gerade mit Blick auf die bisherigen Gegner bleibt der Trainer trotz den aktuellen Niederlagen positiv: „Nichts desto trotz ist es natürlich so, dass man einen qualitativen Unterschied natürlich gesehen hat, wäre auch komisch, wenn man es nicht gesehen hätte. Aber von der Einstellung her war das wieder top. Ja, und genau da machen wir jetzt auch weiter, wo wir aufgehört haben. Wir haben jetzt, bin ich mir fast sicher – würde ich mein Geld drauf wetten –, in den ersten sieben Spielen die Top 5 alle hinter uns gelassen jetzt. Haben sechs Punkte aus diesen fünf Spielen rausgeholt. Zumindest aus zwei Spielen, die in etwa unsere Kragenweite sein könnten, Wattenscheid und dann Wiedenbrück, Punkte geholt. Also jetzt geht’s nach vorne, nächste Woche nach Lotte, da wollen wir natürlich auch mal was Zählbares mitnehmen und das tun wir auch. Der Blick auf die Tabelle zeigt eigentlich, ich hätte dafür alles gegeben. Wie auch immer, wenn man nach sieben Spieltagen sechs Punkte hat gegen diese Gegner, sieht es eigentlich echt gut aus.“


Nach dem Auswärtsspiel in Lotte wartet auf den VfB wieder ein Heimspiel am Bandsbusch. Am 19. September um 14:00 Uhr empfängt Hilden den VfL Bochum II. Die bisherigen Wochen haben gezeigt, dass die Regionalliga-Reise für den Aufsteiger intensiv und anspruchsvoll ist – umso wichtiger bleibt die Unterstützung von den Rängen.


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