

VfB
1. Sept. 2026
Der VfB 03 Hilden musste am 6. Spieltag der Regionalliga West eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Beim FC Gütersloh unterlag die Mannschaft mit 0:6. Nach der intensiven englischen Woche mit Spielen gegen den SC Wiedenbrück, der SpVg Odenkirchen im Niederrheinpokal und Borussia Dortmund II war die Partie beim aktuellen Tabellenführer bereits das vierte Spiel innerhalb von acht Tagen. Trotz des Ergebnisses zeigte der VfB gerade in der ersten Halbzeit immer wieder, dass er sich auch in schwierigen Situationen nicht verstecken wollte.
Gütersloh startete mit viel Druck und kam früh zu ersten Möglichkeiten. Bereits in der 4. Minute war die Hildener Defensive gefordert: Phil Zimmermann störte zunächst einen Angriff der Gastgeber, Armin Deljkovic gewann anschließend den Ball zurück und klärte gemeinsam mit Zimmermann die Situation. Wenige Minuten später musste Yannic Lenze bei einem Nachschuss nach einer Gütersloher Ecke eine wichtige Parade zeigen. Hilden hielt dagegen und konnte die schnellen Angriffe des Gastgebers immer wieder unterbrechen. Gleichzeitig setzte der VfB auch selbst Nadelstiche: Maximilian Wagener versuchte es in der 16. Minute aus rund 20 Metern, während Arton Tolaj in der 31. Minute mit einem Schuss beinahe von der Mittellinie für eine Überraschung sorgte. Der Gütersloher Torhüter musste sich dabei ordentlich strecken.
In der 38. Minute folgte dann die entscheidende Szene der ersten Halbzeit. Nach einem schnellen Gütersloher Angriff sah Phil Zimmermann die rote Karte, anschließend verwandelte der FCG den gegebenen Elfmeter zum 1:0. Bis dahin hatte sich der VfB trotz des hohen Drucks gut behauptet. „Es ist natürlich so, dass Gütersloh schon seit der ersten Minute sehr sehr viel Druck aufgebaut hat und uns vor Schwierigkeiten gestellt hat, dass wir aber mit zunehmender Spielzeit in der ersten Halbzeit das ganz gut in den Griff bekommen haben“, erklärte Cheftrainer Antonio Molina. „Wir haben zwar wenig nach vorne entwickeln können, das steht außer Frage, aber Defensiv haben wir das ganz ordentlich gemacht mit unseren Möglichkeiten.“
Auch nach dem Seitenwechsel begann Hilden engagiert und versuchte, sich nach vorne zu arbeiten. Doch mit zunehmender Spieldauer machte sich die Unterzahl bemerkbar. Gütersloh erhöhte in der 52. Minute auf 2:0 und legte kurze Zeit später mit dem dritten und vierten Treffer nach. Dabei entstanden die Tore auch durch Fehler auf Hildener Seite. Antonio Molina ordnete die Situation entsprechend ein: „Natürlich wars dann auch so, dass Tor Nummer 2, Tor Nummer 3, Tor Nummer 4 das waren Eigentore. Zumindest gehen sie in die Kategorie Eigentore. Das ist auch garnicht despektierlich gemeint gegenüber meinen Spielern, sondern das muss man halt einfach auch so akzeptieren.“
Trotz des klaren Rückstands ließ der VfB die Partie nicht einfach über sich ergehen. Eine Ecke brachte Linus Ansumana per Kopf beinahe auf das Tor, später versuchte es Len Heinson aus rund 25 Metern. Auch Pascal Weber und Mohamed Cisse sorgten mit einem langen Lauf noch einmal für Gefahr, Webers Schuss aus spitzem Winkel landete allerdings am Außennetz. Gütersloh blieb in der Schlussphase dominant und erzielte in der 74. Minute das 5:0 sowie in der Nachspielzeit noch den sechsten Treffer.
„Ja extrem bitter. Ich glaube bis zur roten Karte sind wir halbwegs im Spiel. Die Null stand, dass ist dann natürlich extrem bitter, dass es den Elfmeter und die rote Karte gegeben hat“, blickte Len Heinson zurück. Trotz der deutlichen Niederlage richtet der Abwehrspieler den Blick bereits wieder nach vorne: „Aber am Ende des Tages müssen wir trotzdem den Kopf oben halten. So Spiele können immer passieren. Man darf jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, es geht weiter. Das waren auch am Ende des Tages nur drei Punkte und Sonntag gehts weiter.“
Und genau dieses „Weiter“ steht nun im Mittelpunkt: Am Sonntag, 6. September, um 16:00 Uhr empfängt der VfB 03 Hilden am Bandsbusch mit Rot-Weiß Oberhausen den nächsten Traditionsverein der Regionalliga West. Nach der intensiven Woche mit vier Spielen in acht Tagen kann die Mannschaft dabei jede Unterstützung gebrauchen.
Len Heinson hofft deshalb auf einen gut gefüllten Bandsbusch: „Wir hoffen natürlich dass die Bude trotzdem voll ist. Wir werden wie jedes Spiel, wie heute auch alles reinwerfen und wir hoffen das wir zusammen jetzt diese Schlappe gutmachen können. Und das werden wir auch, dafür werden wir alles geben.“
Die erste Niederlage der Regionalliga-Saison ist damit abgehakt – jetzt wartet die nächste große Herausforderung. Und die soll am Sonntag wieder gemeinsam mit den Hildener Fans angegangen werden.