Jugendfußball beim VfB so erfolgreich wie nie

Resultat einer kontinuierlichen Entwicklung der vergangenen Jahre
Artikel vom 26. Oktober 2026
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Hilden. 600 Kinder und Jugendliche in 30 Mannschaften, mehr als 60 Trainerinnen und Trainer, eine C1 in der Regionalliga, die C2 als jüngerer Jahrgang in der Niederrheinliga, die U13 vor dem Einzug in die höchste Spielklasse und mehr als 20 Wechsel in Nachwuchsleistungszentren innerhalb eines Jahres – der Jugendfußball ist beim VfB 03 Hilden so erfolgreich und so beliebt wie nie zuvor.
„Die Jugendarbeit des VfB 03 Hilden hat in den vergangenen Jahren eine kontinuierliche Entwicklung genommen, die sich inzwischen auch deutlich in den sportlichen Ergebnissen widerspiegelt“, erklärt Alexander Schier, der 3. Vorsitzende des VfB 03 Hilden. Erster Höhepunkt war der Aufstieg der A-Junioren in die Bundesliga und die packende Saison 2022/23 mit Spielen gegen Schalke, Dortmund und Leverkusen.
Und diese Erfolgsgeschichte wird nun fortgeschrieben. „Unsere C1 hat sich für die Regionalliga qualifiziert und spielt damit in dieser Saison in der höchsten Spielklasse des WDFV im C-Juniorenbereich“, berichtet Alexander Schier weiter. Verantwortlich für den Aufstieg war Trainer Jean-Pierre Lobbes und sein Team. In der aktuellen Regionalliga-Saison wird die Mannschaft vom Trainerteam um Oliver Moll trainiert. „Gleichzeitig gelang auch unserer C2 der Aufstieg in die Niederrheinliga, die zweithöchste Spielklasse in dieser Altersklasse. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die C2 als jüngerer Jahrgang überwiegend gegen Mannschaften des älteren Jahrgangs antritt“, so Alexander Schier.
Trainiert wird das Team von Koray Sakacali und Ozan Sakacali. Auch bei den Juniorinnen setzt sich die positive sportliche Entwicklung fort. Die U17 spielt unter Trainer Tim Kusch und seinem Team in der Niederrheinliga und tritt somit in einer der anspruchsvollsten Spielklassen dieses Jahrgangs an. Einen weiteren Erfolg verzeichnete die U15 in der vergangenen Spielzeit, der Mannschaft gelang der Sprung in die Landesliga unter dem Trainerstab um Marc Justen und wird in der aktuellen Spielzeit von Patrick Jänsch´s Trainerteam betreut. „Damit zeigen auch die Juniorinnenteams, dass sich die kontinuierliche Arbeit im Nachwuchsbereich in den Ergebnissen wiederspiegelt“ erklärt Alexander Schier.
„Diese sportlichen Erfolge sind für uns keine Momentaufnahme, sondern das Ergebnis einer Entwicklung, an der wir seit mehreren Jahren arbeiten. Dahinter stehen viele Menschen, die mit sehr viel Engagement und teilweise schon einer gewissen positiven Verrücktheit für den Jugendfußball arbeiten“, erklärt Daniel Wittke, Vorsitzender des VfB 03 Hilden. Inzwischen sind mehr als 60 Trainerinnen und Trainer für die Jugend tätig. Daniel Wittke: „Diese große Zahl an engagierten und qualifizierten Trainern ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Entwicklung der vergangenen Jahre.“
Das Engagement der Trainer ist mit den Einheiten auf dem Fußballplatz aber nicht vorbei, wie Vorstandsmitglied Alexander Schier erklärt: „Mehrere Spiele innerhalb einer Woche, zusätzliche Trainingseinheiten, Spielanalysen und die Vorbereitung der Einheiten gehören ebenso dazu wie der regelmäßige Austausch untereinander.“ Die Jugendtrainer sitzen auch abends zusammen, sprechen über Trainingsinhalte, analysieren, was verbessert werden kann, und schauen sich gegenseitig bei Trainingseinheiten zu. Dadurch entsteht auch intern eine Form der Weiterbildung. „Das Ziel ist nicht, stehen zu bleiben, sondern sich als Trainer und damit letztlich auch die Ausbildung unserer Spielerinnen und Spieler kontinuierlich weiterzuentwickeln“, erklärt der Jugendvorstand.
Zusätzlich unterstützt der Verein die externe Qualifizierung seiner Trainer. Trainerschulungen und entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen werden vom VfB finanziert. Mittlerweile spielen rund 600 Kinder und Jugendliche in der VfB-Jugendabteilung. Die Jungen- und Mädchenjugend umfasst insgesamt 30 Mannschaften. Hinzu kommen drei Gruppen des Fußballkindergartens, in denen Kinder bereits ab einem Alter von vier Jahren erste Erfahrungen mit dem Fußball sammeln können. Dabei geht es ausdrücklich noch nicht um Leistung. Die Kinder sollen mit geringer Trainingszeit spielerisch an den Ball, Bewegungsabläufe und das gemeinsame Training herangeführt werden, ohne sie in diesem jungen Alter zu überfordern.
„Grundsätzlich ist unsere Jugendstruktur gemischt ausgerichtet. Gerade in den jüngeren Altersklassen spielt der Breitensport weiterhin eine wichtige Rolle. Mit zunehmendem Alter und insbesondere im oberen Jugendbereich wird die Ausbildung aufgrund der Spielklassen, in denen unsere Mannschaften mittlerweile antreten, stärker leistungsorientiert“, erklärt Alexander Schier. Und er betont: „Bei einer Jugendabteilung mit rund 600 Kindern und Jugendlichen endet unsere Verantwortung nicht auf dem Fußballplatz. Neben der sportlichen Ausbildung ist uns wichtig, entsprechende Strukturen für ein sicheres und verantwortungsvolles Vereinsumfeld zu schaffen.“
Dazu hat der VfB 03 Hilden ein Jugendschutzkonzept eingeführt. Schier: „Es soll klare Strukturen und Rahmenbedingungen für den Umgang mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen schaffen und ist für uns ein weiterer wichtiger Baustein einer professionellen und verantwortungsbewussten Jugendarbeit.“
Die Ergebnisse dieses Engagements können sich sehen lassen, nicht nur anhand der hohen Spielklassen im Jugendbereich. „Allein in diesem Jahr haben mehr als 20 Spieler des VfB den Sprung in Nachwuchsleistungszentren geschafft“, berichtet Vereinsvorsitzender Daniel Wittke. „Natürlich verlieren wir damit sportlich gute Spieler. Gleichzeitig betrachten wir solche Wechsel aber auch als Bestätigung unserer Arbeit. Wenn Kinder und Jugendliche, die bei uns ausgebildet wurden, den nächsten Schritt in ein Nachwuchsleistungszentrum schaffen, zeigt das, welche Qualität mittlerweile in unserer Nachwuchsarbeit steckt.“
Eine solche Nachwuchsarbeit lässt sich jedoch nicht ausschließlich durch Engagement organisieren. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung verursacht erhebliche Kosten. Deshalb hat der VfB in den vergangenen Jahren unter anderem ein eigenes Jugendsponsoring aufgebaut. Unternehmen und andere Unterstützer können sich über verschiedene Sponsoringpakete gezielt in der Jugendabteilung engagieren. „Die daraus erzielten Einnahmen werden wieder in die Ausbildung und die Rahmenbedingungen für unsere Kinder und Jugendlichen investiert. Wir versuchen beispielsweise, Trainerhonorare kontinuierlich zu verbessern, Kosten für Trainingslager für die Eltern möglichst gering zu halten und moderne Trainingsmaterialien anzuschaffen“, berichtet Vorstandsmitglied Alexander Schier. Aber auch Turniere und weitere Aktivitäten der Jugend helfen dabei, zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften und damit weitere Möglichkeiten für die Nachwuchsarbeit zu schaffen.
Der sportliche Erfolg und die positive Entwicklung bringen allerdings auch Herausforderungen mit sich. „Wir sind uns unserer Verantwortung als Verein in Hilden bewusst und würden grundsätzlich gerne noch mehr Kindern die Möglichkeit geben, beim VfB Fußball zu spielen. Inzwischen stoßen wir dabei jedoch an klare Grenzen – insbesondere bei den verfügbaren Trainings- und Platzkapazitäten“, berichtet Vereinsvorsitzender Daniel Wittke. „Unsere Jugendmannschaften trainieren mittlerweile auf vier verschiedenen Sportanlagen in Hilden. Einige Mannschaften trainieren dadurch gar nicht oder nur noch selten auf unserem eigentlichen Stammgelände an der Hoffeldstraße.“
Gerade beim Thema Breitensport besteht deshalb ein grundsätzliches Problem. „Breitensport benötigt nicht nur eine größere Bandbreite unterschiedlicher Leistungsniveaus, sondern ganz praktisch auch die entsprechende Breite an Trainingsflächen und Trainingszeiten“, sagt Daniel Wittke. Aufgrund unserer inzwischen erreichten Spielklassen spielt die leistungsorientierte Ausbildung insbesondere in den höheren Altersklassen eine wichtige Rolle. Daniel Wittke: „Mehr Breitensport zusätzlich anzubieten wäre grundsätzlich wünschenswert. Dafür benötigen wir jedoch entsprechende Kapazitäten.“ Hinter dem Erfolg der VfB-Jugend steckt also eine Menge Arbeit und ein hohes Maß an Engagement vieler Menschen. „Wir haben in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt Strukturen aufgebaut und versucht, jedes Jahr etwas besser zu werden. Diesen Weg wollen wir weitergehen – sportlich, organisatorisch und vor allem bei der Qualität und Verantwortung in der Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen“, erklärt Daniel Wittke.
